12.12.2016

Nach einem ereignisreichen Jahr war die Versammlung doch schon nach 20 Minuten zu Ende. Alle hatten ja eh schon alles mitgekriegt, und ich konnte mich bei meinem Rückblick kurz fassen. N.'s Vorschläge für 2018 fanden Zustimmung und sollen weiter verfolgt werden.

Wichtigste Neuerung: Vom nächsten Jahr an proben wir in der Ratsschule (früher Wallgartenschule), Haus Walle 7, 49324 Melle.

Der Grünkohl war köstlich und die Stimmung hervorragend. N. wurde unser Grünkohlkönig.

18.10.2016

Wir haben wieder ein Ziel vor Augen. Im nächsten Jahr, genauer am Sonntag, dem 5. November 2017, wollen wir in der Alten Stadthalle in Melle-Mitte ein Chorkonzert geben. Dann man zu!

N. S.
9.8.2016

Die Sommerpause ist vorüber. Seit gestern ist es offiziell: Jetzt ist N. S. unser Chorleiter. Sporadisch ist er ja auch schon früher eingesprungen, und als Klavierbegleiter ist er uns längst vertraut. Nun geht es mit neuem Schwung an die Probenarbeit. Er hat schon eine Menge an Notenmaterial herausgesucht, vieles aus seiner brasilianischen Wahlheimat. Nun wollen wir mal gemeinsam herausfinden, was uns angemessen ist. Nach der ersten Probe dankte der Chor mit herzlichem Applaus.

25.6.2016

Brief an U.

Melle, den 25.6.2016
Lieber U.!

Es ist mir nicht gelungen, Dich telefonisch zu erreichen, weder vor unserem Grillfest noch danach. Nun mache ich mir Gedanken, was dahinter steckt. Sind es gesundheitliche Probleme? Oder macht Dir die neue Situation so zu schaffen?

Jedenfalls haben wir Dich bei unserem Grillfest sehr vermisst. Wir wollten Dir einen würdigen Abschiedsabend gestalten, aber unsere Vorbereitungen liefen ins Leere.

Ich schicke Dir deshalb auf diesem Wege einen Gruß, an dem sich alle beteiligt haben. Ich hoffe, ich kann Dir irgendwann das bereitliegende Präsent überreichen und Dir auch die Worte mitgeben, die ich für diesen Anlass vorbereitet hatte.

Für den Augenblick habe ich den Wünschen auf unserer Grußkarte nichts hinzu zu fügen.

Herzliche Grüße
Lothar
20.6.2016

So viel Regen bei unserem Grillfest! Das hatten wir uns ja ganz anders vorgestellt. Nun gut, wir hatten ja die Hütte, in der wir vor dem Regen Schutz fanden. Zu U.'s Verabschiedung waren auch einige ehemalige Chormitglieder angereist. In der Hütte war's rappelvoll, aber gemütlich.

Leider ist U. nicht erschienen, so dass alle unsere Vorbereitungen ins Leere liefen. I. hatte eine künstlerische Grußkarte gestaltet, auf der sich alle verewigten. Der Grußtext:

Grußkarte

H. hatte auf des Lied „Es stunden drei Rosen” einen liebevollen Text verfasst. Wir hatten mit N. ein paar Lieder eingeübt, die wir dann zu unserer eigenen Erbauung anstimmten. Und ich (L.) hatte ein paar Worte vorbereitet, die ich schließlich trotz U.'s Abwesenheit den Chormitgliedern vorgetragen habe. Wer mag, kann sie hier nachlesen.

Passend zum Anlass ist auch die Sammlung mit den Konzertansagen fertig geworden.

Alle Ansagen bis 2016 als pdf-Datei, wegen der Datei­größe ohne die Bil­der – da­mit lei­der auch ohne die Abbil­dungen der Pro­gramm­hefte (0,5 MB; Format DIN A5 zwei­seitig) – auch als Buch er­hält­lich.
Konzertansagen Titelbild

30.5.2016

Wie angekündigt hielten wir heute unsere Mitgliederversammlung ab, um zu klären, wie es mit dem Madrigalchor weiter gehen soll.

Ich berichtete zunächst, was ich in der Zwischenzeit erreicht hatte. Ein langes Telefongespräch mit U. brachte als Ergebnis, dass wir unsere lange Zusammenarbeit mit dem Brahms-Konzert beenden wollen. Einerseits sehen wir uns außer Stande, mit einer derartigen Intensität weiter zu arbeiten. Andererseits ist erkennbar, dass auch U. die Arbeit mehr als er zugeben möchte zusetzt.

Ein weiteres Telefongespräch mit N. klärte dessen Bereitschaft, uns fürderhin weiter zu betreuen. Das wurde von den Chormitgliedern mit großer Begeisterung aufgenommen. Um die fixen Kosten in den Griff zu bekommen, soll in Zukunft die Chorprobe im vierzehntägigen Rhythmus stattfinden. Nach der Sommerpause soll es am 8.8.2016 wieder losgehen.

Für U. soll bei unserem Grillfest am 20.6.2016 eine schöne Abschiedsfeier gegeben werden. Zur Vorbereitung wollen wir mit N. am 13.6. noch eine Probe einschieben.

25.5.2016

Nachlese zum Brahms-Konzert

(verfasst für das Meller Kreisblatt)

Der Meller Madrigalchor hat mit einem Brahms-Konzert in der Alten Stadthalle einen Einblick in das reichhaltige Schaffen dieses großen Komponisten gegeben. Dazu stützte er sich gerade nicht auf dessen populären Sammlungen der Ziegeunerlieder oder Liebeslieder. Volkstümliche Lieder und großartige Vertonungen bildeten den Hauptteil des Programms.

Den Beginn machten zwei schlichte, aber gefühlvolle Chorstücke, „Erlaube mir, feins Mädchen, in den Garten zu gehn” und „Waldesnacht, du wundersüße”. Darin klang schon etwas an von dem, was den ganzen Abend prägen sollte, Brahms' Vorliebe für alles Verhaltene und Sanfte und seine besondere Neigung zu Abend und Nacht. Mit zwei ergreifenden Kompositionen ging es weiter, dem Abschiedslied „Ich fahr dahin” und und dem klagenden „In stiller Nacht”. Hier konnte der Chor sich einfühlsam vom stillen Piano bis zum schmerzvollen Fortissimo steigern und seine Fähigkeit zur feinen Nuancierung unter Beweis stellen.

Sarah Weller sang das Lied „Meine Liebe ist grün wie der Fliederbusch”. Dem Text, der so fröhlich daherkommt, hat Brahms durch seine Vertonung eine Ahnung von Liebesschmerz und Liebesleid hinzugefügt, das wurde in Sarah Wellers Vortrag nur allzu deutlich. Sie wurde souverän begleitet von Nicolai Strauch, der im Anschluss daran den ersten Satz aus Brahms' Klaviersonate op. 1. zu Gehör brachte. Brahms veröffentlichte dieses Werk mit zwanzig Jahren, es stellt hohe Anforderungen an den Pianisten, und Nicolai Strauch hat diese mit Bravour gemeistert.

„Sieben deutsche Volkslieder für Vorsänger, Chor und Klavier” beschlossen den ersten Teil des Abends. Sie erzählen jedes für sich eine ganze Geschichte mit Bericht und Beschreibung, mit Rede und Gegenrede. Zu Sarah Weller traten als weitere Solisten Miriam Breuer, Daniel Hagen und Hendrik Sbach. Sie verliehen den handelnden Personen ihre Stimme und damit eine musikalische Persönlichkeit, als Mädchen oder Königin, als Markgraf oder Zimmergesell, als Ritter oder Räuber, als falsche Magd oder Gottesmutter.

Das letzte dieser Lieder, „Verstohlen geht der Mond auf”, beherrscht als Thema den zweiten Satz der Klaviersonate op. 1, mit dem Nicolai Strauch nach der Pause den Abend fortsetzte. Brahms selbst hat auf diese Weise seinem Schaffen einen Rahmen gesetzt, ihm deutlich einen Anfang und ein Ende gegeben.

Mit „Senke, strahlender Gott” tauchte der Chor ein in die griechische Mythologie. Dem antiken Versmaß der Schillerschen Vorlage entsprechend wählte Brahms hier einen feierlichen Ton, den Sonnengott Phöbus Apollo nach seinem Tagwerk bei seiner Geliebten, der Meeresgöttin Thetys, ausruhen zu lassen. Im Wechselgesang der Chorstimmen verklang der Tag und ergab sich der ruhigen Nacht.

Noch einmal ließ Sarah Weller Brahms' Sehnsucht und Verlorenheit spüren. Das Heimweh nach der Kinderzeit kam im Liede „Oh wüsst ich doch den Weg zurück” zum Ausdruck. Auch „Wir wandelten, wir zwei zusammen” handelt vom vergangenen Glück. Sarah Weller gelang es mit ihrer schmelzenden Stimme, Erinnerung, Traum und Entsagung zum Klingen zu bringen.

Mit drei Chorsätzen, die Brahms ursprünglich für Soloquartett komponiert hatte, kam das Konzert zu einem besinnlichen Abschluss. „Oh schöne Nacht” preist die Nacht als Zeit stiller, sanfter Liebe; „Der graue Nebel tropft so still” stellt uns den Herbst als Sinnbild der Vergänglichkeit vor Augen; mit „Friedlich bekämpfen Nacht sich und Tag” hat Hebbel das unwirkliche Gefühl zwischen Schlafen und Wachen, zwischen Tag und Traum eingefangen und damit Brahms wohl aus der Seele gesprochen.

Der Meller Madrigalchor konnte Brahms' spätromantische Kompositionen ihren gebührenden Klang mitgeben. Sanfte Übergänge und abrupte Kontraste verlangten große Flexibilität. Chorleiter Urs Borer hat den Chor durch dieses schwierige Gelände geführt und ihm die erforderliche Sicherheit gegeben. Großen Anteil am Gelingen des Abends hatte Nicolai Strauch mit seiner einfühlsamen Klavierbegleitung.

Wenn es um Brahms geht, darf sein Wiegenlied „Guten Abend, gute Nacht, mit Rosen bedacht” nicht fehlen. Der Chor ließ mit diesem Lied als Zugabe den Konzertabend ausklingen. Das Publikum dankte mit anhaltendem Beifall.

22.5.2016

Jetzt also das lange und intensiv vorbreitete Brahms-Konzert „Wir lieben Brahms”. Die Alte Stadthalle gab einen sehr schönen Rahmen dafür ab. Das Konzert hat wunderbar geklappt, auch die so schwierigen Quartette.

Die Zeitung konnte niemanden schicken, um über das Ereignis zu berichten. Aber sie haben den vollen Bericht abgedruckt, den wir bei ihr eingereicht haben. Er ist auch auf der Homepage des Meller Kreisblatts nachzulesen. Ein stimmungsvolles Foto ist auch dabei.

Konzertfoto
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