(Bissendorf, Foyer der Firma Solarlux, 15. 5. 2004)

Programm

Johannes Brahms Liebeslieder op. 52, Nr. 1 - 18
Antonín Dvořák Zwei Slawische Tänze
Johannes Brahms Ungarische Tänze, Nr. 1 - 5
Johannes Brahms Neue Liebeslieder op. 65, Nr. 1 - 15
Ausführende Irina Nezmanova, Sopran
Kathrin Bauer, Alt
Jong-Be Bu, Tenor
Ji-Seong Yoo, Bass
Kiyomi Helms und Urs Borer, Klavier
Meller Madrigalchor
Gesamtleitung: Urs Borer

Ansage

Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Ich begrüße Sie herzlich zu unserer Aufführung der Liebeslieder von Johannes Brahms hier im schönen Foyer der Firma Solarlux.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken, und zwar einmal bei der Interessengemeinschaft Bissendorfer Gewerbebetriebe, die dieses Konzert in die Bissendorfer Kulturtage einbezogen hat, zum anderen bei der Firma Solarlux, die uns nicht nur nicht nur diesen schönen Rahmen für unsere Aufführung zu Verfügung stellt, sondern diese auch finanziell ermöglicht hat, so dass darauf verzichtet werden konnte, Eintritt zu erheben.

Wie sie wissen, ist dieses Konzert Bestandteil der Bissendorfer Kulturtage, die unter dem Titel „Sinnflut” eine Fülle von Veranstaltungen zusammenfassen. Diese Kulturtage sind ohne das finanzielle Engagement der Bissendorfer Gewerbebetriebe nicht möglich. Trotzdem bleibt wie immer bei solchen Veranstaltungen eine Lücke. Wenn Sie mithelfen möchten, diese Lücke zu schließen, sind am Ausgang zwei Sammelbüchsen aufgestellt, wo Sie die Kulturtage unterstützen können.

Der Meller Madrigalchor, der heute dieses Konzert bestreitet, ist ein Laienchor, der vor 25 Jahren in Melle gegründet worden ist. Er hat in dieser Zeit schon viele Konzerte in- und außerhalb von Melle gegeben. Wir freuen uns, dass wir heute hier in Bissendorf zu Gast sein dürfen. Übrigens haben wir auch aus Bissendorf eine Reihe von Mitsängern und Mitsängerinnen, eine Verbindung zu Ihrer Stadt besteht also durchaus.

Johannes Brahms, dessen Musik uns heute erfreuen soll, gilt vielen als ein schwermütiger Komponist. Dass das gar nicht stimmt, wollen wir Ihnen heute mit seinen Liebesliedern beweisen. In diesen zeigt er sich als ein ausgesprochen vielseitiger Komponist, mal temperamentvoll, mal aufbegehrend, mal gefühlvoll,mal verschmitzt.

Natürlich ist die Musik und vor allem auch der Text aus der Zeit der Romantik, aus dem 19. Jahrhundert heraus zu verstehen. Sie haben die Texte ja vor sich, achten Sie einmal darauf, dass jedes einzelne Stück eine kleine Geschichte erzählt und wie treffend Brahms jede dieser Geschichten musikalisch ausgemalt hat. Die Nr. 6 im ersten Teil z.B., der kleine hübsche Vogel, ist so eine Geschichte. Er kommt angeflogen und setzt sich trällernd auf einen Ast, beneidenswert, das täte ich gerne „so wie er”. Es stellt sich heraus, er ist auf einer Leimrute gelandet und hängt fest, das täte ich „nicht wie er”. Es ist gar keine Leimrute, es ist die Hand eines schönen Mädchens, da möchte ich wohl selber der Vogel sein und täte „doch wie er”.

Die Liebeslieder werden in zwei Teilen dargeboten. Dazwischen werden uns unser Chorleiter, Herr Urs Borer, und Frau Kyomi Helms mit Klaviermusik zu vier Händen erfreuen. Zunächst gibt es zwei slawische Tänze von Antonín Dvořák, dann fünf ungarische Tänze von Johannes Brahms. Darnach geht es mit dem zweiten Teil der Liebeslieder weiter.

Wenn es Ihnen gefallen hat und wenn Sie auf den Geschmack gekommen sein sollten - vielleicht möchten Sie ja einmal selber das Singen ausprobieren. Wir proben jeden Montagabend um 20 Uhr1) in der Ratsschule in Melle. Gäste sind uns jederzeit herzlich willkommen. Und jetzt wünsche ich ihnen viel Vergnügen mit Brahms und Dvořák.


1) Probenbeginn jetzt 19.30 Uhr.
≡ Menü
 
↑ Seitenanfang
↑ Seitenanfang