Anhang III

Aus der Kommission 2004,
Teilgruppe Pädagogische Integration

(Sitzung vom 7.10.2003)

Die Arbeit an der Grundschule erfolgt genau wie am Gymnasium nach gesetzlichen Rahmenbedingungen. Diese Rahmenbedingungen sind so aufeinander abgestimmt, dass ein Übergang erleichtert wird. Das Gymnasium wird die Schüler dort abholen, wo die Grundschule sie hingeführt hat. Besondere gymnasiale Anforderungen und Arbeitsweisen werden den Schülern im Laufe ihrer Gymnasialzeit vermittelt und nicht schon am Anfang vorausgesetzt. Vorausgesetzt werden muss allerdings, dass die Kinder grundsätzlich die Fähigkeit haben, diese Anforderungen und Arbeitsweisen aufzunehmen und mit dem Lernfortschritt der Klasse Schritt zu halten.

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(Eigenschaften, die eine erfolgreiche Mitarbeit erwarten lassen:) Freude am Lernen, Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben, Sorgfalt in ihrer Ausführung, die Fähigkeit, sich mündlich und schriftlich angemessen zu äußern, altersgemäß natürlich, aber altersgemäß anspruchsvoll, die Fähigkeit, einzuteilen und zusammenzufügen, nicht nur Dinge, sondern auch Gedanken, folgerichtiges Denken (um den anspruchsvollen Terminus 'logisches Denken' vorerst zu vermeiden), die vollständige Erledigung der gestellten Aufgaben in angemessener Zeit, die Bereitschaft, für eine Sache, die es wert ist, Zeit zu opfern, ein stabiles (!) außerschulisches Interesse oder Hobby.

Das Gymnasium erwartet regelmäßige und vollständige Erledigung der Hausaufgaben. Ihr Umfang ist durch Erlass vorgegeben, er beträgt in Klasse 5 und 6 höchstens eine Stunde täglich, in Klasse 7 bis 10 höchstens zwei Stunden täglich. Die angegebenen Werte sind Richtwerte, sie sollen sich langfristig so einpendeln, ein kurzfristiges Abweichen ist möglich. Das Gymnasium wird nicht umhin können, zur Erreichung seiner Ziele diesen Zeitrahmen weitgehend auszuschöpfen.

Das Gymnasium möchte seine Schüler zu selbständigem Arbeiten anleiten. Die Bereitschaft, sich darauf einzulassen, müssen die Schüler mitbringen. Nur wenn sie das auch tun, werden sie das Ziel erreichen können. Das Gymnasium möchte den Schülern die Fähigkeit vermitteln, sich zu anspruchsvollen, auch komplexen Themen sprachlich angemessen zu äußern. Wem so etwas zuwider ist, für den wird seine Schullaufbahn lang und quälend. Das Gymnasium möchte seine Schüler zu abstrahierendem Denken führen. Der Weg dahin ist manchmal mühevoll, nicht frei von Rückschlägen und Fehlversuchen. Das muss man aushalten können. Und am Ende sollen die Schüler über einen Fundus an fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten verfügen, auf dem sie weiteres Lernen aufbauen können. Dieses verfügbare Wissen ist eben nicht das Wissen, das man kurz vor einer Arbeit einpaukt und danach wieder vergisst.

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